Wie die "Krone der Schöpfung" mit Mitgeschöpfen umgeht!

 

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Kampf-Hunde

http://www.rp-online.de/hps/client/opinio/public/pjsub/production_long.hbs?hxmain_object_id=PJSUB::ARTICLE::67166&hxmain_category=::pjsub:pinio::/tier___mensch/hund

Tja. Zur Zeit ist ja Ruhe. Das Thema Kampfhunde wird erst dann wieder aktuell, wenn ein Unglück passiert. Die Diskussion um jene armen Kreaturen ist im Sande verlaufen. Die ergriffenen Maßnahmen und die damit verbundenen Auflagen haben nur dazu geführt, dass die Tierheime unzähligen Kampfhunde ein Heim bieten. Kaum zu vermitteln, denn Herrchen und Frauchen scheuen den Aufwand und die Anfeindungen. Wer aber ist denn eigentlich der Schuldige?

.Der folgende Bericht soll zeigen, was der Begriff „Kampfhund“ bedeuten kann.

Hier geht es weniger um die Frage, ob Kampfhunde ja oder nein, eher soll dieser Bericht aufdecken, dass viele Kampfhunde ein sehr trauriges Schicksal erleiden müssen. Leiden im wahrsten Sinne des Wortes. Denn es geht hier um Kampf-Hunde, die ihr zumeist kurzes Leben nur unter miserabelsten Bedingungen fristen, die mit viel Schmerzen ihr qualvolles Leben aushauchen.

Eine Szene:

Die beiden Hunde haben sich ineinander verbissen. Aus unzähligen Wunden rinnt Blut. Bei einem der Hunde kann man einen fleischigen Klumpen sehen, der mal ein Vorderlauf war. Der Hund kann nicht mehr richtig stehen. Und trotzdem: Immer wieder stürzt er sich auf den Gegner. Immer wieder versucht das Tier, seine Kehle zu zermalmen. Immer wieder wird die arme Kreatur nieder gebissen und trägt weitere schwere Verletzungen ohne ein Zeichen von Schmerz, ein Zeichen von Furcht oder Flucht. Angefeuert vom "Herrchen" stürzt sie sich immer wieder todesmutig in die scharfen Fänge des Gegners. Mehr als 40 Minuten dauert dieses blutige Schauspiel. Dann ist der Hund nur noch ein blutiges Stück Fleisch. Er bricht zusammen. Stirbt einen qualvollen Tod, die flehenden Augen auf das Herrchen gerichtet, der dem armen Tier keinen Blick mehr schenkt.

Mit begeisterten Rufen der Zuschauer wird der "Sieger" gefeiert. Da die Wetten hohe Quoten versprachen, wechselt viel Geld den Besitzer. Die Zuschauer, auch Kinder, haben viel Blut gesehen. Keine Fiktion, blutige Realität. In Kiew, in Paris, in Wien, Berlin....die Liste würde ein Buch füllen.

Hundekämpfe sind meiner Ansicht nach eine der grausamsten Perversionen, wenn es um den Missbrauch von Tieren geht. Leider sorgen abartige „Menschen“, die an diesen blutigen Szenen gefallen finden, für einen Boom. Die Hundekampfszene ist nahezu abgeschottet, Behörden und Tierschutzorganisationen bietet sich kaum eine Chance, hier einzugreifen.
Nicht zuletzt die hohen Einsätze haben mittlerweile aus den früher nicht ganz so brutalen (aber trotzdem verachtungswürdigen) Kämpfen brutale Szenarien entstehen lassen. Schwere Verletzungen der Hunde werden ignoriert, es ist ein Kampf um Leben und Tod. „Neuware“ gibt es aus dem Osten, billig natürlich, weil die „Züchter“ dort niemals auf das Wohlergehen eines Hundes achten würden. Eher das Gegenteil ist der Fall. Das Tier muss aggressiv werden. Und dazu ist jedes Mittel recht.


Die Polizei und auch die Tierschützer sind fast machtlos.
Für den Besuch eines solchen Kampfes wird ein Bürge benötigt, der bei den Veranstaltern bekannt ist. Der Bürge setzt sein Leben ein. Falls sich herausstellt, dass ein verdeckter Ermittler dem Kampf beiwohnt, ereilt sowohl den Bürgen als auch den Ermittler ein schneller Tod. Daher gelingt nur selten, sich in die Szene einzuschleichen.
Denn es geht um viel Geld. Die Wetteinsätze bei einem Kampf können leicht die 50.000-100.000 Mark-Grenze sprengen. Der Sieger erhält eine hohe Prämie, der Verlierer besorgt sich einen neuen Hund. Die Bestie Mensch macht sich die Gehorsamkeit des vierbeinigen "Freundes" zu nutze.

Welch elendes Dasein muss der treue Freund des Menschen fristen.
Sowohl in der Kampfhundeszene als auch im „normalen Alltag“ sind die Opfer die Tiere. Der Mensch macht sich die Abhängigkeit, die Hilflosigkeit und leider auch die Treue des Tieres in grausamer Art und Weise zunutze. Es ist schon sehr bedenklich, dass solche Perversionen, begangen am Tier, in der so genannten zivilisierten Gesellschaft möglich sind.

Dieser Bericht soll aufzeigen, dass das Tier unschuldig ist. Und das gilt auch für die Kampfhunde, die wir tagtäglich auf den Strassen sehen. Der Begriff „Kampfhunde“ ist meiner Ansicht nach absolut ein Fehlgriff. Denn die Natur gebietet, dass ein Tier seinem Wesen nach nicht bösartig ist. Die Jagd in freier Wildbahn dient zur Selbsterhaltung, entspringt keinen „bösen“ Absichten.
Keine Frage, die Aggressionsschwelle ist, je nach Rasse, unterschiedlich. Doch es liegt an uns, das Tier so zu behandeln, so dass diese Schwelle nie überschritten werden kann.
Der Mensch greift in die natürlichen Verhaltensweisen ein, wie so oft pervertiert er die eher harmlos einzuordnenden Tiere zu Bestien. Das Opfer ist dann das Tier, das dann nach langem Leiden durch eine Spritze erlöst wird. Der Mensch kommt mit einer geringen Strafe davon. Wo ist da die Gerechtigkeit?
29.5.06 22:18
 


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